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Nachhaltiger Schnitt
Auch im Februar zeigt sich das neue Jahr an der Mosel durchgehend von der kühlen Seite. Dass sich die Reben deshalb weiterhin in tiefer Winterruhe befinden, ist grundsätzlich gut. Denn die Kälte verlängert das ideale Zeitfenster für den Rebschnitt und reduziert die Gefahr von Spätfrostschäden.
Wir arbeiten nach dem Prinzip des nachhaltigen, sanften Rebschnitts. Dabei wird der individuelle Saftfluss jedes Rebstocks beachtet und große Wunden vermieden. Geschnitten wird ausschließlich mit einer scharfen Handschere. Denn bei dieser Arbeit machen neumodische Geräte mehr kaputt als sie helfen. Die Reben sollen schließlich möglichst alt werden und qualitativ beste Trauben hervorbringen.
Nach dem Rebschnitt wird pro Rebstock je eine einjährige Fruchtrute im Drahtrahmen niedergebogen und festgebunden. Somit wird der Saftfluss und damit die Energie der Rebe gleichmäßig verteilt. Die späteren Triebe können so bestens im Raum verteilt dem Licht entgegen wachsen.



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Ernte in Rekordzeit
Das Jahr 2025 setzt neue Maßstäbe. So früh wie noch nie sind wir in diesem Jahr in die Weinlese gestartet. Die letzte Traube des Jahrgangs 2025 wurde noch im September geerntet, das gab es noch nie zuvor. Der Klimawandel lässt grüßen. Warum? Nach einem frühen Start in die Vegetation schritt auch im Spätsommer die Reife der Beeren schnell voran. Aufgrund der Niederschläge und der zugleich hohen Temperaturen war im September dann Eile geboten. Da wir nur gesunde und reife Trauben ernten wollen, musste es schnell gehen. Selbstverständlich mit händischer Selektion, damit nur die besten Trauben ins Fass gelangen. Schlussendlich liegen nun wieder wohlschmeckende Moste im Keller, die uns positiv stimmen.



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In großen Schritten Richtung Ernte
Nach einem feuchten Juli bleiben uns die sonnigen Tage vorerst erhalten. Zum richtigen Zeitpunkt hat sich das Wetter umgestellt und die Reife der Trauben verläuft rasant. Die Reben sind gesund und bestens gepflegt, die Wasservorräte ausreichend und alle Trauben hängen optimal belüftet im Halbschatten. Von nun an entscheidet fast ausschließlich der weitere Witterungsverlauf über die Qualität des Jahrgangs 2025. Voraussichtlich wird die Ernte Mitte September beginnen.


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Wunderbar nach Plan
Die Weinberge sehen derzeit vital und saftig grün aus. An der Mosel fielen in den letzten Wochen die Niederschläge glücklicherweise immer zum richtigen Zeitpunkt. Aufgrund akribischer Handarbeiten sind die Trauben zumeist von lockerer Struktur und haben kleine Beeren. Im Grunde läuft bisher alles nach Plan. Die weitere Entwicklung liegt jetzt überwiegend in der Hand des Wettergotts.



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Entspannung zur richtigen Zeit
Nach einem glücklicherweise feuchten Winter und einem sehr trockenen Frühjahr folgten in den letzten Tagen ergiebige Niederschläge. Für die Reben eine Entspannung genau zur rechten Zeit. Die Weinberge präsentieren sich saftig grün und die Rebblüte beginnt in diesen Tagen. Derweil haben wir alle Hände voll zu tun, denn die wachsenden, jungen Triebe müssen etwa einmal wöchentlich per Hand in den Drahtrahmen gesteckt werden. Es bleibt spannend, was das Jahr noch alles bringt.


