Schüller Wein.Hand.Werk
  • Rebschnitt sanft und nachhaltig

    Nachdem die Blätter von den Rebstöcken abgefallen sind, haben wir mit dem Rebschnitt begonnen. Um die Folgen radikaler Eingriffe zu vermeiden, schneiden wir seit ein paar Jahren nach der Methode des sogenannten sanften Rebschnitts.
    Früher etwas stiefmütterlich behandelt, kommt dem Rebschnitt heute zunehmende Bedeutung zu. In den letzten Jahren investieren wir etwa 30% mehr Zeit in diese ohnehin zeitaufwendige Arbeit. Die Säge bleibt zu Hause, es wird nur mittels einer Handschere geschnitten.

    Anders als beispielsweise Obstbäume ist die Rebe nicht in der Lage, großflächige Schnittwunden zu verschließen. Daher gilt es, diese zu vermeiden. Denn es kommt, beginnend von der Schnittstelle, zum Vertrocknen der Leitungsbahnen. Schadsymptome sind oft erst nach mehreren Jahren sichtbar. Da die Reben aufgrund des Klimawandels zunehmend Stresssituationen ausgesetzt sind, ist es uns wichtig, die Leitungsbahnen in den Rebstämmen möglichst intakt zu halten. Nur so bleiben die Rebstöcke langfristig gesund.

    Bei der neuen Schnitttechnik achtet man darauf, dass möglichst wenige Wunden entstehen. Holzzerstörende Pilze bekommen dadurch weniger Angriffsfläche. Je weniger der Rebstock verletzt wird, desto ungehinderter ist zudem die Versorgung der Triebe und Trauben. Der Rückfluss von Nährstoffen in Richtung Stamm als Energiespeicher für das kommende Jahr wird ebenfalls gefördert.

    Rebschnitt Riesling
    Rebschnitt nach Simonit Sirch
    Zapfenschnitt

  • Sonnenschein zum Finale

    Bei herrlich spätsommerlichem Wetter haben wir die Weinernte 2019 beendet. Einerseits hat die Weinlese zwar früh begonnen, wir konnten die Ernte nun aber doch noch ordentlich in die Länge ziehen.

    Wie immer wurde nur bei schönem Wetter geerntet. Und zwar nur die Trauben, die unseren Vorstellungen vollkommen entsprechen. Alles andere wurde penibel aussortiert. Selten haben wir so aufwendig und lange die Trauben selektioniert wie in diesem Jahr. Denn es galt die Herausforderungen des Jahrgangs zu meistern. In erster Linie mussten die durch Hitze und Trockenheit im Sommer geschädigten Beeren und die aufgrund der regnerischen Phase im Herbst von Fäulnis befallenen Trauben gnadenlos aussortiert werden.
    Insgesamt war 2019 ein nervenaufreibendes Pokerspiel. Wer zu früh erntete, riskierte unreife Aromen und zu viel Säure. Wer zu spät erntete, erhielt faule Trauben mit zu wenig Säure. Beides wollen wir nicht, also galt es die optimale Mitte zu treffen.

    Mit enorm viel Handarbeit im Spätsommer und während der Weinlese konnten wir alle Unwegsamkeiten erfolgreich meistern. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Durchweg sehr gesunde und vollreife Trauben in guter Menge. Die Aromatik der Trauben in Verbindung mit der reifen, animierenden Säure ist äußerst vielversprechend.

    Riesling Spätlese
    Weisser Burgunder
    Weißburgunder Lesebütte

  • Außer Wetter wenig Wünsche

    Die Weinlese ist in vollem Gange. Zwischendurch immer mit mehreren Tagen Pause. Mal wetterbedingt, mal zum Abwarten der bestmöglichen Reife. Wobei das instabile Wetter das Warten nicht ganz so einfach macht und durchaus Wünsche offen lässt.

    Wir sind dennoch erfreut, wie gut unsere Trauben die großen Regenmengen der letzten Wochen überstanden haben. Offensichtlich war in diesem Jahr extrem entscheidend, dass man im Sommer sämtliche Hausaufgaben gemacht hat. Nochmalige Laubarbeiten im September haben sich ebenfalls ausgezahlt. Nur so ist es jetzt möglich, die Trauben gesund ausreifen zu lassen. Dem noch nicht genug an Aufwand, ist schlussendlich in diesem Jahr eine penible, selektive Handlese die wichtigste Maßnahme auf der Zielgeraden.

    Ein Teil Riesling und Weißburgunder sind noch nicht geerntet. Alles andere ist bereits im Keller und sowohl Menge als auch Güte lassen keine Wünsche offen. Die Trauben und Moste schmecken sehr aromatisch und vielversprechend.

    Riesling lesereif
    Riesling nach Vorlese

  • Die ersten Trauben in der Presse

    Am Wochenende haben wir mit der Weinlese 2019 begonnen. Rivaner und Dornfelder konnten wir mit hervorragender Menge und Güte ernten. So kann es gerne weitergehen. Vorerst legen wir nun aber eine Pause ein und warten ab, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt.

    Premiere feierte unsere neue Weinpresse. Diese ermöglicht es uns, die Trauben noch schonender zu keltern als bisher. Lediglich mittels einer Membran und Luftdruck werden die Beeren bei niedrigem Druck ausgepresst. Oberstes Ziel ist, nur die wertvollsten Inhaltsstoffe der Beeren in den Most zu überführen.

    Rivanertrauben
    handverlesene Trauben in Lesebox
    Weinpresse

  • Der Sommer startet noch mal durch

    Nach der erlösenden Regenzeit ist der Sommer offensichtlich noch einmal mit voller Kraft zurück gekommen. Reben und Winzer freuen sich über hochsommerliche Temperaturen. Die Reife der Trauben hat begonnen und die letzten Pflegearbeiten sind im Gange. Ab jetzt entscheidet fast ausschließlich das Wetter über die Qualität der 2019er Trauben. Warten wir also ab, was Petrus für uns bereit hält.

    Riesling Reifebeginn
    Riesling Rebzeilen