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Außer Wetter wenig Wünsche
Die Weinlese ist in vollem Gange. Zwischendurch immer mit mehreren Tagen Pause. Mal wetterbedingt, mal zum Abwarten der bestmöglichen Reife. Wobei das instabile Wetter das Warten nicht ganz so einfach macht und durchaus Wünsche offen lässt.
Wir sind dennoch erfreut, wie gut unsere Trauben die großen Regenmengen der letzten Wochen überstanden haben. Offensichtlich war in diesem Jahr extrem entscheidend, dass man im Sommer sämtliche Hausaufgaben gemacht hat. Nochmalige Laubarbeiten im September haben sich ebenfalls ausgezahlt. Nur so ist es jetzt möglich, die Trauben gesund ausreifen zu lassen. Dem noch nicht genug an Aufwand, ist schlussendlich in diesem Jahr eine penible, selektive Handlese die wichtigste Maßnahme auf der Zielgeraden.
Ein Teil Riesling und Weißburgunder sind noch nicht geerntet. Alles andere ist bereits im Keller und sowohl Menge als auch Güte lassen keine Wünsche offen. Die Trauben und Moste schmecken sehr aromatisch und vielversprechend.


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Die ersten Trauben in der Presse
Am Wochenende haben wir mit der Weinlese 2019 begonnen. Rivaner und Dornfelder konnten wir mit hervorragender Menge und Güte ernten. So kann es gerne weitergehen. Vorerst legen wir nun aber eine Pause ein und warten ab, wie sich das Wetter in den nächsten Tagen entwickelt.
Premiere feierte unsere neue Weinpresse. Diese ermöglicht es uns, die Trauben noch schonender zu keltern als bisher. Lediglich mittels einer Membran und Luftdruck werden die Beeren bei niedrigem Druck ausgepresst. Oberstes Ziel ist, nur die wertvollsten Inhaltsstoffe der Beeren in den Most zu überführen.



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Der Sommer startet noch mal durch
Nach der erlösenden Regenzeit ist der Sommer offensichtlich noch einmal mit voller Kraft zurück gekommen. Reben und Winzer freuen sich über hochsommerliche Temperaturen. Die Reife der Trauben hat begonnen und die letzten Pflegearbeiten sind im Gange. Ab jetzt entscheidet fast ausschließlich das Wetter über die Qualität der 2019er Trauben. Warten wir also ab, was Petrus für uns bereit hält.


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Verkochte Erleichterung
Nach über zwei Monaten ohne nennenswerte Niederschläge sorgten am vergangenen Wochenende 46 L/qm für etwas Entspannung bei Reben und Winzer.
Doch die Ereignisse der letzten Woche trüben die Freude etwas. Bereits die zweite Hitzewelle für dieses Jahr brachte neue Temperaturrekorde und sehr hohe UV-Strahlungswerte, die auch für die Reben Auswirkungen hatten. An intensiv der Strahlung ausgesetzten Trauben kam es zu Schädigungen der Beeren durch Sonnenbrand. In einem Weinberg sind sogar in erheblichem Umfang die Stiele geschädigt.Aus dem trockenen Boden konnten die Reben nicht genügend Wasser nach oben saugen, sodass die natürliche Kühlung der Beerenoberfläche nicht mehr funktioniert. Dadurch entstanden Beerentemperaturen bis annähernd 60°C. Zahlreiche Beeren verkochten regelrecht und sind mittlerweile am eintrocknen. Je nach Weinberg mindert dies die Erntemenge um bis zu 30%. Glücklicherweise gibt es aber auch ein paar Weinberge, in denen die Schäden eher gering sind. Insgesamt ist aber jetzt schon sicher, dass es während der Weinlese einen hohen Aufwand bedarf, die geschädigten Beeren per Hand auszusortieren.
Das Ganze ist ein weiterer Baustein in dem großen Mosaik, wonach die vielfältigen Veränderungen aufgrund des Klimawandels dafür sorgen werden, dass sich auch im Weinbau einiges verändern muss. Manche alten Erfahrungen können wir in die Tonne treten, neue werden wir, zum Teil mit Schmerzen, sammeln müssen.



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Fast alle Hausaufgaben gemacht
Die Reben sind weiterhin zügig unterwegs. Die hochsommerliche Witterung hat zu einem gewaltigen Wachstumsschub geführt. Die Blüte war daher rasant beendet und die Beeren haben begonnen, sich zu verdicken.
Alle Triebe sind nun im Drahtrahmen eingeheftet und die Traubenzone per Hand entblättert. Eine frühe Entblätterung im Bereich der Trauben stellt das wirksamste Mittel der Fäulnisvermeidung dar. Denn die Beeren bleiben nach dieser Maßnahme kleiner und werden, aufgrund höherer Sonneneinstrahlung, widerstandsfähiger. Aufgrund des raschen Beerenwachstums ist in diesem Jahr die Zeitspanne für einen optimalen Effekt allerdings sehr kurz. Binnen einer Woche muss alles erledigt sein. Daher waren wir in der letzten Woche von Sonnenauf- bis untergang in den Weinbergen unterwegs.
Neben dem Pflanzenschutz wird unsere nächste Mission der Laubschnitt sein. Mit dem Abschneiden der Triebspitzen werden wir aber aus qualitativen Gründen noch etwas zuwarten. Denn je später dies erfolgt, desto besser.


