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Schwarzes Gold
Fruchtbarer Boden ist ein schützenswertes Gut und eine nur bedingt erneuerbare Ressource. Der Boden bildet das Fundament für eine ertragreiche und nachhaltige Landwirtschaft.
Um unsere Böden weiter zu verbessern, setzen wir sogenanntes Leonardit ein. Es ist ein rein natürlicher, hochwertiger Stoff, der größtenteils aus Huminstoffen besteht. Huminstoffe werden von den Bodenmikroorganismen nicht so leicht zersetzt, es handelt sich daher um hochwertigen Dauerhumus. Die entscheidenden Vorteile liegen im positiven Einfluss auf das Pflanzenwachstum, in der hohen Wasserhaltefähigkeit sowie der verbesserten Widerstandsfähigkeit gegenüber Stressfaktoren wie z.B. Trockenheit. Zudem werden Nährstoffe nicht ausgewaschen, sie bleiben also in der Fläche, und es wird kein Kohlendioxid freigesetzt.
Schlussendlich ist auch diese Maßnahme ein Mosaikstein auf dem Weg zu dem Ziel, unter möglichst nachhaltigen Bedingungen die beste Weinqualität zu erzeugen.
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Erste Tropfen
Während die Menschheit derzeit im Modus „shut down“ verharrt, geht es in der Natur unbeirrt weiter. Und wie! So früh wie dieses Jahr ist die Vegetation noch nie erwacht. Zwar hatten wir in den letzten Tagen mehrfach Bodenfrost, bei den Reben hat dies allerdings noch keine Schäden verursacht. In ein bis zwei Wochen wäre das allerdings der Fall.
Derzeit befinden sich die Knospen im sogenannten Wollestadium. Das heißt, das Öffnen der Knospen lässt nicht mehr lange auf sich warten. Währenddessen tropft eine klare Flüssigkeit aus den Enden der Fruchtruten, weil die Rebe nun Flüssigkeit von den Wurzeln in die oberirdischen Pflanzenteile pumpt. Diese als Rebtränen bezeichnete Flüssigkeit sind Guttationstropfen. Sie sehen aus wie einfache Wassertropfen, jedoch sind darin wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Diese wirken desinfizierend, verhindern das Eindringen von Bakterien und verschließen die Schnittwunden.
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Finaler Schnitt
Stillstand ist Rückschritt. Wir machen Platz für Neues. Unser Müller-Thurgau weicht zugunsten eines neuen Riesling-Weinbergs.
Analog zum Klimawandel ist die Entwicklung in der Rebenzüchtung in den letzten Jahren deutlich vorangeschritten. So pflanzen wir bald eine noch extrem wenig verbreitete, aber sehr vielversprechende Selektion des Rieslings. Aus uralten Reben über viele Jahre selektioniert, können wir in diesem Frühjahr erstmals auf dieses vollkommen qualitätsorientierte Pflanzgut zurückgreifen. Wenig Ertrag, kleine Beeren, deutlich geringere Neigung zu Fäulnis und weniger Probleme mit Trockenheit. Diese Vorteile gilt es zu nutzen.
Im ersten Schritt haben wir bereits alle alten Rebstämme abgesägt und die Drähte sowie Pfähle entfernt. In den nächsten Tagen geht es weiter mit dem Entfernen der Rebwurzeln.
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Zuhause Wein genießen.
Meteorologisch hat der Frühling schon einige Tage begonnen. Leider völlig unbemerkt in Anbetracht der chaotischen Situation aufgrund des Coronavirus. Für zumindest ein bisschen Frühling im Glas empfehlen wir unsere 2018er Weine. Denn was macht man mit der vielen Zeit Zuhause? Natürlich guten Wein und Sekt trinken! Nachschub gibt’s in unserem Online-Shop.
Bleiben Sie gesund und leben Sie genussvoll, das erleichtert den Alltag.
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Biegen ohne Winter
Ein wirklicher Winter mit deutlichen Minustemperaturen scheint nicht einkehren zu wollen. Statt Schnee gibt’s dieses Jahr eben Nebel. Wir nehmen es, wie es kommt. Sollte die Vegetation wieder früh beginnen, bleibt also nicht mehr allzu viel Zeit, die Winterarbeiten zu erledigen. Obwohl der Rebschnitt noch in vollem Gange ist, haben wir daher bereits in einem Weinberg mit dem Biegen der Fruchtruten begonnen.
Bei den Ruten handelt es sich um die Triebe des Vorjahres. Von diesen einjährigen Trieben haben wir beim Rebschnitt pro Rebstock maximal zwei Stück mit insgesamt etwa 10 Knospen belassen. Diese werden nun bogenförmig nach unten gezogen und am Drahtrahmen befestigt.
Die Lage der Knospen auf einem gleichen Höhenniveau bewirkt, dass sie gleichmäßig im Austrieb gefördert werden. Dadurch verteilt sich die Wuchskraft des Rebstocks einheitlich und wir können homogen reife Trauben ernten. Zudem bleibt die Rute am Draht gut fixiert. Sie behält ihre Position auch unter der zunehmenden Last der Trauben bis zur Ernte.